Warum du nicht auf eine extra Skiprothese verzichten solltest!

Eine gut angepasste Sportprothese ist nach einer Unterschenkelamputation für eine gute Technik beim Skifahren unumgänglich

Wir waren für dich im Salzkammergut am Attersee und haben den begeisterten Skifahrer Walter und Klaus Gebetsroither von Orthopädietechnik Attersee besucht um herauszufinden, wie eine Skiprothese eigentlich aufgebaut ist.

Aus dem vergangenen Bericht von Sepp wissen wir bereits, dass die richtige Einstellung einer Skiprothese für die Fahrtechnik und den uneingeschränkten Spaß am Schnee eine Grundvoraussetzung ist.

Da die Anpassung sowie die Bedürfnisse sehr individuell sein können, ist es besonders wichtig den richtigen Orthopäden mit Leidenschaft für Sportprothesen und dem notwendigen „Know How” an der Hand zu haben. Auf der Suche danach sind wir mehrmals auf die kompetente Beratung von Klaus Gebetsroither und seinem Team hingewiesen worden, die bereits viel Erfahrung mit Profisportlern und Hobbysportlern sammeln konnten.

Klaus hat uns auch sofort eingeladen und das haben wir selbstverständlich sehr gerne angenommen!

Skiprothese vs. Alltagsprothese

Eine Skiprothese unterscheidet sich in vielen Details von einer Alltagsprothese. So sollte eine Skiprothese zum Beispiel stärker nach vorne geneigt sein, damit beim Skifahren Druck auf die Vorderseite des Skischuhes ausgeübt werden kann – mit einer Alltagsprothese funktioniert das nur begrenzt.

Der Schaft

Eine Skiprothese braucht einen vollen Aufbau, also eine ähnliche Form wie ein Unterschenkel, damit diese auch richtig gut im Skischuh sitzt. Ein reines Carbon-Rohr wie bei der Alltagsprothese würde im Skischuh keinen Halt finden. Um eine passende Stabilität zu erzielen, wird die Prothese durch Schaum in Form gebracht und anschließend mit mehreren Lagen Carbon umhüllt. In der Regel wird nach der Aushärtung der Schaum wieder entfernt, um das Gewicht der Prothese so gering wie möglich zu halten. Carbonmatte zum Herstellen einer Skiprothese

Schaft einer Skiprothese
Carbonschlauch zum Herstellen einer Skiprothese

Die Oberschenkelhülse

Der wohl wichtigste Bestandteil der Skiprothese ist die Oberschenkelhülse. Erst durch sie erhält man die notwendige Stabilität zum Schutz vor Verdrehungen beim Skifahren. Zudem wird das Gewicht des Sportlers durch die Oberhülse zu einem beachtlichen Teil auf den Oberschenkel übertragen und entlastet dadurch den Stumpf. Für einen langen Skitag ist das ein Segen! Zusätzliche Klettverschlüsse entlang der Oberhülse sorgen für die Fixierung der Position des Beines in der Prothese.

Ein weiterer
Vorteil einer
passenden
Skiprothese:
Das lästige An-
und Ausziehen
des Skischuhes
fällt weg, da
man einfach die
Prothese
tauscht!

Oberhülse einer Skiprothese
Walter Auberger mit Skiprothese im sitzen

0 Comments

Leave a reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

©2018 BiLLiTii 

Log in with your credentials

or    

Forgot your details?

Create Account